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Heute wollen wir Euch eine Wanderung im Bereich Ifen – Gottesacker empfehlen. Sowohl die Form des Hohen Ifen (2230 Meter) als auch die  Karstlandschaft des Gottesackers ist einzigartig und viele Teile stehen heute dank ihrer vielen Höhlen und seltenen Pflanzenarten unter Naturschutz. Das Gottesackerplateau unterteilt sich in die „Unteren Gottesackerwände“ (1858m) und die „Oberen Gottesackerwände“ (2033m). Das Massiv der letzteren wird auch Sonnenberg genannt. Wir können hier viel darüber schreiben warum, wieso und weshalb wir vor allem dieses Teil des Kleinwalsertals so mögen, aber am besten Ihr schaut Euch die Bilder und Videos an und überzeugt Euch dann direkt von der Schönheit des Berges Ifen und seinem Gottesackerplateau.

Gottesacker mit Steinmännle

Gottesacker mit Steinmännle

Ifen

2 Möglichkeiten haben wir als Wandervorschläge für Euch. Zum einen bietet sich ein Start bei der Auenhütte und ab dort mit der dortigen Ifensesselbahn an.  Ihr kommt zur Auenhütte mit der kostenlosen Buslinie Nr. 5 . Die Ifensesselbahn könnt Ihr dann bis zur Ifenhütte durch das Bergbahnticket inklusive Programm ebenso gratis fahren. Von dort gelangt Ihr über das Hahnenköpfle. Jetzt könnt Ihr weiter über das Gottesackerplateau und dann wieder über den Kürenwanderweg zurücklaufen. Beim Abstieg passiert man ein rekonstruiertes Lager steinzeitlicher Jäger, das vor einigen Jahren nahe der Schneiderkürenalpe entdeckt wurde.

Eine andere Möglichkeit ist – Start direkt an unserem Gästehaus Gatterhof. Ihr wandert über das Egg und das Mahdtal bis zum Toreck / Gottesackerscharte, dann weiter über das Gottesackerplateau. Abstieg über den Kürenwanderweg. Von dort mit dem Bus oder für die ganz harten zu Fuss zurück zum Gatterhof.

Gottesacker / Mahdtal mit Gatterhof

Gottesacker / Mahdtal mit Gatterhof

  Geschichte des Gottesackers:

Über die Entstehung des Gottesackers gibt es eine alte Sage:
Ein armer alter Mann wanderte einst über das Ifenkar im Kleinwalsertal. Üppig und grün waren die Wiesen und er erblickte eine wunderschöne, sonnenbeschienene Alpe. Da er großen Hunger hatte, bat er den Senn um ein wenig Schmalz. Der Senn war einer der reichsten der Gegend. Doch sein Herz war hart und so gab er dem alten Mann eine Schale voller Mist, die nur obenauf ein wenig Schmalz enthielt. Kaum hatte der alte Mann die Hütte verlassen, da erbebte der Boden und tat sich auf und verschlang die ganze Alp mit Mensch und Vieh. Statt der wunderschönen Wiesen erstreckte sich fortan eine Felsenwüste und erhielt den Namen Gottesacker, der ein altertümliches Wort für Friedhof ist.

So die Sage über die Entstehung. Geologisch betrachtet besteht das Gottesackerplateau aus Schrattenkalk aus der Kreidezeit. Das Wasser läuft unter der Erde ab und fließt in Quellen, die ihrerseits in Rhein und Bodensee laufen.

Es entstanden im Karst viele Höhlen wie zum Beispiel das Höllach, das als die zweitlängste Höhle Deutschlands gilt.

Gottesacker und Ifen

Gottesacker und Ifen

Hier ein Video von einem Hubschrauberflug über den Ifen und das Gottesacker: http://www.vorarlbergvonoben.at/embed/hoher-ifen-1?autoplay=true

Gottesackerwände

Gottesackerwände

.Ifen Wandergebiet Sommer

Der Bereich des Gottesackers sollte bei schlechter Sicht – Nebel und Regen nicht begangen werden!!!!!

Wegbeschreibung ab Auenhütte: Von der Bergstation des Sessellifts »Ifen 2000« (1586m) gehen wir (Wegweiser Hoher Ifen, Gottesackerplateau) zur nahen Ifenhütte. Nun auf geteertem Wanderweg in Serpentinen steil aufwärts und dann auf einem Bergsteig durch das Ifenmulde genannte Tal zu einer Weggabelung. Wir nehmen den linken Weg (Wegweiser Hoher Ifen), der durch das Tal zu einer Wegverzweigung führt. Wir halten uns abermals links und an der nächsten Gabelung wiederum links (Wegweiser Hoher Ifen) und steigen durch einen steilen Geröllhang zu einer Wegkreuzung am Fuße der Ifenmauer genannten Wände hinauf. Hier links in die gestufte Wand, durch die uns ein teilweise seilgesicherter Weg zur Hochfläche bringt. Der Weg biegt nach rechts und leitet uns durch Bergwiesen aufwärts zu einer Wegkreuzung, von der wir geradeaus (Wegweiser Hoher Ifen) zum Kreuz auf dem Gipfel des Hohen Ifen (2229m) hinaufwandern. Vom Gipfel steigen wir auf bekanntem Weg wieder bis zur Wegkreuzung am Fuß der Ifenmauer ab. Hier nicht auf dem Aufstiegsweg nach rechts, sondern geradeaus auf dem gelb markierten Steig durch die Schutthänge abwärts. Nach einem kurzen Anstieg erreichen wir eine Wegspur. Auf ihr kurz rechts hinab und dann links aufwärts bis vor die bewirtschaftete Bergadler-Hütte am oberen Ende des Schlepplifts. Wir folgen an der Gabelung dem Weg (Wegweiser Gottesackerplateau), der links auf die Karrenfelder des Gottesackerplateaus führt. Wir wandern entlang den ausgezeichneten gelben Markierungen über ein erstes Karrenfeld und steigen schließlich über Metallklammern auf einen niedrigen Rücken. Über Kalkfelsen, Bergwiesen und durch Latschenfelder, vorbei an schmalen Spalten und tiefen Dolinen, führt uns der schmale Steig im Auf und Ab über das bizarre Plateau zu einer Wegkreuzung an der verfallenen Gottesackeralpe. Wir halten uns rechts (Wegweiser Kleinwalsertal) und wandern durch ein eigenartiges Karsttal hinab zur Jagdhütte auf der Schneiderkürenalpe. Hier wurde vor wenigen Jahren unter überhängenden Felsen ein Lagerplatz steinzeitlicher Jäger und Hirten entdeckt, der nach den archäologischen Ausgrabungsarbeiten rekonstruiert wurde. Nur anfangs steil führt uns jetzt der Steig durch den Hochwald abwärts. Wir überqueren eine erste Forststraße und erreichen eine weitere Forststraße, die uns links nach Unterwald hinab führt. Dort auf der schmalen Teerstraße nach rechts (Wegweiser Auenhütte, Ifen) und an der nächsten Kreuzung geradeaus. Auf der Straße wandern wir kurz aufwärts und an der Gabelung links (Wegweiser Auenhütte) zu den Häusern von Oberwald. Hier finden wir rechts einen geteerten Fußweg (Wegweiser Auenhütte), der steil aufwärts führt. Kurz nach dem Bergheim Wäldele wechseln wir geradewegs auf einen breiten Weg, der uns über eine bewaldete Kuppe zum Parkplatz an der Talstation des Sessellifts bringt.